07/06/2017

Digitale Geschäftsmodelle – speziell für KMU!

Unterhält man sich mit den Führungspersonen von Schweizer KMUs, ist fast immer von neuen digitalen Geschäftsmodellen die Rede. Doch gleichzeitig ist eine gewisse Unsicherheit spürbar und die zentralen Fragen sind: „Wie könnte ein neues digitales Geschäftsmodell für unser Unternehmen aussehen?“, „Wie gelange ich dort hin?“ und „Was geschieht dann mit unserem bisherigen G-Modell?“.

LeanBI wendet ein Workshop-basiertes Vorgehen an, um zusammen mit den jeweiligen Unternehmen die spezifischen Antworten auf obige Fragen zu erarbeiten. In einem selbst entwickelten systematischen Vorgehen erarbeiten wir in Kunden-Workshops top-down und Schritt für Schritt das digitale Geschäftsmodell und die Projekte, die zu seiner Implementierung notwendig sind. Unsere Nähe sowohl zu allen Themen um die Digitalisierung herum als auch unsere breit gefächerte Industrieerfahrung haben sich bei diesem Vorgehen sehr bewährt.

Eine gesunde Unruhe

Die Sorge, den „digitalen Zug“ zu verpassen, ist in vor allem in vielen KMU deutlich wahrnehmbar. Aber gleichzeitig ist doch sehr oft unklar, in welchen konkreten Schritten bzw. Stufen die digitale Transformation angegangen werden kann, ohne das bestehende – und meist bewährte – Geschäftsmodell aufzugeben oder zu gefährden. Ein mehrstufiges Vorgehen nimmt dem Vorhaben einerseits den Schrecken und ermöglicht es gleichzeitig, die Erfahrungen, die in einer Stufe gewonnen wurden, in der nächsten Stufe zu berücksichtigen.

In den meisten KMU erfolgen die Stufen in der Reihenfolge: Produktverbesserung → Prozessverbesserung → Aufbau / Optimierung digitaler Geschäftsmodelle. In den Stufen 1 und 2 kommen dabei bereits häufig digitale Elemente zum Einsatz, wenn auch meist noch im Rahmen des bestehenden Geschäftsmodells. Von einem tatsächlich neuen digitalen Geschäftsmodell spricht man eigentlich erst, wenn zumindest zwei der drei Kernelemente eines jeden Geschäftsmodells digitalisiert sind. Diese drei Kernelemente eines Geschäftsmodells sind:

  1. Das Geschäftsfeld, d.h. welche Produkte, Dienstleistungen, Kunden und Märkte haben wir?
  2. Die Wertschöpfung, d.h. wie wird der Wertzuwachs generiert, (wie weit) ist die Wertschöpfungskette integriert, ist der Kunde Teil der Wertschöpfung usw.?
  3. Das Finanzmodell, d.h. wie verdienen wir unser Geld, in welchem Preissegment sind wir angesiedelt, werden wir nach Stückzahlen oder für Dienstleistungen bezahlt usw.?

Fig. 1: Typische Vorgehensweise in 3 Stufen

In acht Schritten zum neuen digitalen Geschäftsmodell

Fig. 2: in 8 Schritten zum digitalen G-Modell

Ein Vorgehen in klar gegliederten Schritten erleichtert sowohl die Wegfindung als auch die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle. Im Folgenden werden die acht Schritte zum erfolgreichen digitalen Geschäftsmodell kurz skizziert.

 

Schritt 1: Den Startpunkt festlegen, d.h. die spezifische digitale Geschäftsstrategie formulieren. Oder: «Wie sieht der Masterplan für unser digitale Transformation aus?»

 

Schritt 2: Das bestehende und die möglichen neuen digitalen Geschäftsmodelle grafisch und mit Hilfe von morphologischer Kästen beschreiben.

 

Schritt 3: Den gegenwärtigen Zustand und den angestrebten Zielzustand des Unternehmens bezüglich des digitalen Geschäftsmodells sowie der wichtigsten Soft- und Hard Facts beschreiben.

 

Schritt 4: Die Ausprägungen der G-Modelle, d.h. die digitalen Businessziele definieren: «Welche Geschäftsbereiche sollen in welcher Ausprägung digitalisiert werden?»

 

Schritt 5: «Wie können wir den angestrebten Zielzustand konkret und messbar beschreiben?». Mit anderen Worten: die Operationalisierung der Businessziele («Was ist hinterher neu bzw. anders als zuvor?»)

 

Schritt 6: Die erarbeiteten neuen Geschäftsmodelle in methodischer Art und Weise gegeneinander priorisieren und damit das favorisierte Modell identifizieren.

 

Schritt 7: Die zur Umsetzung erforderlichen Projekte definieren und gemäss einer vereinbarten Roadmap durchführen.

 

Schritt 8: Die abgeschlossenen Umsetzungsprojekte hinsichtlich ihres Nutzens für die definierte digitale Unternehmensstrategie auswerten und gegebenenfalls Korrekturen bzw. weitere digitale Massnahmen beschliessen.

Unser Workshop-basiertes Vorgehen

Fig. 3: Drei Workshops zur Erarbeitung eines digitalen Geschäftsmodells

 

In vielen Fällen hat sich bei LeanBI eine Abfolge von drei Workshops zur Erarbeitung und Implementierung von neuen digitalen Geschäftsmodellen sehr bewährt. Selbstverständlich können sowohl die thematische Gliederung als auch der Umfang und die Dauer der Workshops den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens angepasst werden.

  • Workshop 1: Das Resultat des ersten Workshops ist die Beschreibung des bzw. der neuen digitalen Geschäftsmodelle (Szenarien) entlang seiner drei Kernelemente Geschäftsfelder, Art der Wertschöpfung und Finanzmodell. Operationalisierte und messbare Ziele beschreiben den neuen «digitalisierten Zustand» des Unternehmens.
  • Workshop 2: Beginnend mit realen Use Cases und basierend auf den Ergebnissen von Workshop 1 werden das bzw. die neuen digitalen Geschäftsmodelle hinsichtlich ihrer zeitlichen, finanziell/wirtschaftlichen, qualitätsbezogenen und räumlichen Ausprägungen ausformuliert. Anschliessend werden anhand einer Unternehmens-spezifischen Systematik die verschiedenen Szenarien gegeneinander priorisiert und so das meistversprechende Geschäftsmodell identifiziert.
  • Workshop 3: Die Umsetzung des zuvor ausgewählten neuen Geschäftsmodells erfolgt in der Regel durch mehrere Projekte entlang einer vereinbarten Roadmap. Diese wird zusammen mit dem Kunden nach der Methode des Fast Prototyping entsprechend gemäss den drei Kriterien Machbarkeit, Dringlichkeit und (grösster) Nutzen erstellt. Und jedes Projekt wird nach Abschluss hinsichtlich seines Nutzens für die digitale Strategie evaluiert. So können jederzeit notwendige Korrekturen an der Roadmap oder weitere digitale Schritte eingesteuert werden.

Fazit

Die Digitalisierung verliert viel von ihrer vermeintlichen Mystik und ihrem Schrecken, wenn man systematisch und schrittweise vorgeht: Schritt für Schritt erarbeitet man so die erforderlichen Strategien und Ziele, gestaltete und priorisiert die zukünftigen Geschäftsmodelle, operationalisiert die Ziele und setzt sie wiederum in Projektziele um. Der Kreis zurück zur digitalen Unternehmens-Strategie schliesst sich mittels der Evaluierung der Ergebnisse der abgeschlossenen Projekte.

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